Stabwechsel in der CDU-Fraktion: In der konstituierenden Sitzung haben die Stadtverordneten der Christdemokraten Holger Hachenburger zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. Der seitherige Stadtverbandsvorsitzende folgt auf Dr. Erich Sehrt, der die Fraktion mit Unterbrechungen seit 1997 führte und nun in den Magistrat wechseln soll. Hachenburger erneuerte zudem seine Ankündigung, bei den kommenden parteiinternen Wahlen nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Als stellvertretende Vorsitzende wählten die Parlamentarier Dennis Palmer und Leon-Clemens Sehrt. Mit der neue geschaffenen Position der Fraktionsgeschäftsführerin komplettiert Rebecca Menzel den Fraktionsvorstand.

„Der Vorstand ist das lediglich das administrative Gerüst, die Fraktion wird künftig personell wesentlich breit gefächerter auftreten“ skizzierte Hachenburger die künftige Arbeit als Teamaufgabe. Jedes Fraktionsmitglied werde seine inhaltlichen Schwerpunkte definieren und nach außen vertreten. Zielsetzung sei zunächst die Abarbeitung der Anträge aus der vergangenen Legislaturperiode. Hier ging es primär um Initiativen der CDU zur Überwachung des fließenden Verkehrs, die Weiterentwicklung des Landschaftspflegeplans, die Busanbindung zur Singbergschule in Wölfersheim und die städtische Digitalisierungsstrategie mit dem Ausbau eines Gigabitnetzes. Er freue sich, so Hachenburger, dass in alle diese Themenbereiche Bewegung gekommen ist. Zudem erneuerte er sein Angebot aus dem Wahlkampf, die Gespräche zur Entwicklung des Bergwerksees durch einen interfraktionellen runden Tisch wieder zu beleben.

In einem zweiten Schritt wolle die CDU an der Umsetzung ihres Wahlprogramms arbeiten. „Wir haben zur Bürgermeister- und Kommunalwahl ein Zukunftskonzept für die nächsten zwei Jahrzehnte formuliert, das wir im Interesse aller Generationen und aller Stadtteile weiter mit Leben füllen wollen.“ Dabei sei eine solide Haushaltspolitik angesichts der „finanziellen Herausforderungen der Nach-Corona-Zeit“ unumgänglich. Der Fraktionsvorsitzende hierzu: „Die Sünden der Vergangenheit wie das bewusst herbeigeführte Scheitern der Neuen Mitte Reichelsheim wird uns schneller einholen als so manchem lieb ist.“

Sein Team sei dennoch hoch motiviert, die kommenden Aufgaben anzupacken. Diese sollen durch transparente Entscheidungen und einen aktiven Bürgerdialog flankiert werden. „In unserer Fraktion ist immer ein Tisch frei für die Stimme fachkundiger und engagierter Bürger.“ Es gebe soviel „Bürger-Know How in der Stadt“, das wir bei einzelnen Projekten gerne nutzen wollen.“

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